all you seed.

Aktualisiert: 4. Jan 2019

Mit diesem Beitrag begebe ich mich auf ein mir bislang unbekanntes Terrain: Ich schreibe eine Produktrezension. Yeah! Und ohne das Wesentliche vorweg nehmen zu wollen, kann ich sagen, dass es mir Freude bereitet hat. Was habe ich getestet? Nun, as handelt sich nicht um ein super teueres Hightechprodukt mit Künstlicher Intelligenz oder gar eine Wunderpille, die so ziemlich alle Krankheiten der Weltbevölkerung heilen kann. Leider. Aber ich habe hier ein Produkt vor mir stehen, das zumindest einem Teil von euch da Draußen das Leben etwas erleichtern kann, beziehungsweise eine Hilfe sein kann, euren Alttag ein wenig gesünder zu bestreiten. Ich versuche mich mit meinen Eindrücken so kurz wie möglich und ausführlich wie nötig zu halten. Versprochen! Doch bevor ich noch mehr um den heißen Brei herumrede, lasst uns den Vorhang lüften: Ich habe für euch das Lebensmittelpulver von All You Seed getestet.

Okay. Schön. Und was soll das bitte sein? Diese Frage habe ich auch Nick, dem Gründer, gestellt. Seine Antwort: "Bei All You Seed handelt es sich um ein Lebensmittelpulver: Bio, Vegan, Lokal und extrem nährstoffreich. Dieses besteht aus Hafer, Hanfsamen, Leinsamen, Erbsenprotein, Sonnenblumenkernen, Kakao und Hagebutte. In einer Portion ist beispielsweise so viel Magnesium, Eisen, Omega 3 und Omega 6 enthalten, wie du für deinen Tagesbedarf benötigst. Komplett ohne Zusätze und Zucker."

Lebensmittelpulver? Um ehrlich zu sein hat mich diese Betitelung anfangs ziemlich abgeschreckt. Ich halte nicht besonders viel von "Ersatznahrung" in Pulverform. Irgendwie erinnern mich solche Pülverchen immer an aufgepumpte Fitnessjunkies und deren riesige, silberfarbene Plastik-Dosen mit goldener Aufschrift, die verspricht, dass die Muskeln mit diesem Wunderprotein doppelt so schnell wachsen. Blödsinn. Ich hasse diese Art von "Ernährung", die nur darauf abzielt irgendeinem körperlichen Ideal hinterher zu rennen. Damit möchte ich keinen verurteilen, der diese Dosen zu Hause stehen hat, lediglich zweifle ich stark an, dass diese Menschen viel mit ausgewogener, gesunder und vor allem leckerer Nahrung am Hut haben. Umso überraschter war ich, als ich das Päckchen öffnete um meine exklusive (muhahahaha, ja ich durfte vorab testen;) ) Probierpackung zu entnehmen. Die war nämlich überraschenderweise recht hübsch anzusehen. Leider besteht die formschöne, braune Tüte aber zu Teilen aus Plastik. Das lässt sich wohl leider nicht vermeiden, da die Fette der enthaltenen Samen sonst durch den Kontakt mit Luft (bislang kann man nur mit Plastik luftdicht verpacken) und der einhergehenden Oxidation an Qualität verlieren würden. Laut Nick beobachten er und sein Team aber stetig die neusten Entwicklungen, um hier langfristig ohne Plastik auskommen zu können. Ich drücke die Daumen. Sowieso und Überhaupt!

Was mir besonders am Konzept gefällt ist die Tatsache, dass man hier versucht auch den lokalen Faktor nicht außer Acht zu lassen. Ich gebe zu, ich greife ab und an auch zu Chia-Samen anstelle die guten alten Leinsamen zu benutzen. Obwohl beide sich ähnlich gut auf die Verdauung auswirken. Deshalb finde ich es lobenswert, dass sich junge Menschen im Zeitalter der Superfoods auch mal wieder auf regionale Lebensmittel stürzen. Die hochwertigen Fette, die ich mir beispielsweise mit einer Avocado einverleibe, würde ich auch aus Sonneblumenkernen oder Hanfsamen beziehen können - beides im All You Seed Lebensmittelpulver enthalten.

Neben den genannten Aspekten gibt es noch ein paar weitere Argumente, die für das Produkt sprechen. Alle nachzulesen auf der All You Seed Webseite. Für mich zählten aber grundlegend drei wichtige Kernpunkte:

1. Der Bio-Faktor, 2. der lokale Gedanke und 3. die Tatsache, dass es vegan ist.

Was neben diesen Basics aber durchaus eine nicht ganz zu vernachlässigende Rolle spielt, ist der Geschmack. Nun, ich muss hier ehrlich sagen, dass sich dieser bei einem Lebensmittelpulver nicht wirklich gut feststellen lässt - zumindest nicht in dessen "Reinform". Denn zugegeben: einen Esslöffel trockenes Pulver haut sich wohl keiner gerne rein.

Das Pulver lässt sich aber auf unterschiedliche Art und Weise zubereiten: im Shake, im Porridge (by the way: kennst du schon mein herbstliches Porridge oder die analoge Sommer-Variante?), Eis oder eben in Pancakes. Da ich schon seit Längerem an einem guten Rezept für Pancakes bastle, habe ich das Pulver direkt mal ins Rezept mit eingebaut. Aber keine Bange: ihr könnt das Pulver auch easy beispielsweise durch gemahlene Haferflocken (die ja Hauptbestandteil des All You Seed sind), ersetzen. Jedoch ist die leichte Kakaonote des Pulvers, geschmacklich eine wirklich tolle Ergänzung. Was die Hanfsamen, Leinsamen, Sonnenblumenkernen, das Erbsenprotein, und die Hagebutte betrifft, konnte ich allerdings keine "besondere" geschmackliche Nuance feststellen. Ist aber nicht weiter tragisch, denn so kann man jedem Gericht noch einen individuellen Eigengeschmack mit auf den Weg geben. Beispielsweise ein Bananen-Shake mit Kokosnote oder Eis mit einem fruchtig-beerigen Geschmack.

Mein Fazit: Ich persönlich finde die Idee super und kann kaum glauben, dass es so etwas bislang noch nicht im Handel gibt. Hätte schwören können, dass diese Art Pulver schon tausendfach in den Regalen der Supermärkte steht. Tut es vielleicht auch, aber eben nicht mit der Qualität der Inhaltsstoffe, auf die hier besonders Wert gelegt wird. Ich jedoch liebe meine Gläschen mit den kleinen goldenen Deckeln, die behutsam alle meine Kerne und Samen beherbergen und die ich nach Lust und Laune in meine Mahlzeiten einbauen kann. Ich bin aber auch jemand, der täglich frisch kocht und sich die Zeit nimmt, immer möglichst viele gesunde Komponenten zu integrieren. Mir ist bewusst, dass nicht jeder die Lust (denn die Zeit habt ihr alle!) hat, sich um solche Dinge Gedanken zu machen, seinem Körper aber trotzdem gerne alle wichtigen Nährstoffe schenken möchte. Für diese Menschen ist das Pulver wohl durchaus eine lohnenswerte Ergänzung im Vorratsschrank. Und ganz ehrlich: Ich werde meine Bananen-Schoko-Milch in den nächsten Wochen auch mit 2-3 EL des Pulvers versehen, denn schaden kann es ja nicht. Und mit diesen Worten möchte ich meine erste Produktrezension auch schon beenden, denn überzeugen solltet ihr euch am Besten einfach selbst.

Aber jetzt auf an den Herd und super leckere Pancakes durch die Wohnung werfen ;)

Für ca. 6-8 Pancakes brauchst du:

  • 100 g All You Seed (oder eben 100 g gemahlene Haferflocken)

  • 1 Hand voll gehackte Walnüsse (für den Crunch)

  • 1 TL Backpulver

  • 1 Prise Meersalz

  • 1 wirklich reife Banane (geschält und gequetscht)

  • 150 ml Hafermilch

  • 250 g Blaubeeren

  • 2 EL Alsan

  • etwas Ahornsirup (ich kaufe Grad A bei DM)

  • etwas Puderzucker (Ich mache meinen selbst indem ich Rohrohrzucker in meinen Highspeed-Blender gebe und so lange mixe, bis er eine Puderzucker ähnliche Konsistenz hat. Ist wesentlich gesünder als der weiße Industriezucker!)

Und so geht’s:

  1. Das All You Seed Pulver (oder die gemahlenen Haferflocken) zusammen mit 2/3 der gehackten Walnüsse, dem Backpulver und dem Meersalz in eine Schüssel geben und verrühren.

  2. In einer zweiten Schüssel die zerquetschte Banane (ich zerdrücke sie einfach immer mit einer Gabel) und die Hafermilch gut verrühren.

  3. Nun die Bananenmilch unter die trockenen Zutaten geben und alles gut verrühren. Die "Klümpchen", die du jetzt spürst, sind die gehackten Nüsse ;) Nun noch die 2/3 der Blaubeeren unterheben und den Teig anschließend ein paar Minuten "andicken" lassen.

  4. Währenddessen eine Pfanne auf der Herd stellen und die Alsan bei mittlerer Hitze leicht bräunen. Jetzt kannst du portionsweise den Teig in die Pfanne geben. Ich tendiere meist zu einer Menge, die sich zwischen 1 1/2 und 2 El Teig bewegt. Aber probier dich hier ruhig selbst aus.

  5. Die Pancakes nun auf der einen Seite backen. Du kannst sie wenden, sobald die Ränder leicht braun sind. Nun noch die andere Seite und schon die sind kleinen Schmuckstücke fertig! Es kann sein, dass sie im Inneren noch etwas "roh" sind. Das kommt aber durch die Banane und ist überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil!

  6. Ich richte meine Pancakes gerne als kleine Türmchen mit den restlichen Nüssen und Blaubeeren an. Getoppt wird das Ganze dann mit einer Ladung Puderzucker und nicht zu vergessen dem Ahornsirup. Wer mag kann den Puderzucker auch weg lassen - ich mag es aber gerne richtig süß ;)

Wichtig: Das Pulver ist noch nicht käuflich zu erwerben. Am 10.10.2018 um 10.10 Uhr startet die Crowdfunding Kampagne von Nick und seinem Team auf Startnext. Diese geht bis einschließlich 17.11.2018 und hat ein Fundingziel von 12.000 in der ersten Phase. Schaut einfach mal unter dem Link vorbei und vielleicht möchtet ihr ja zu den Early Birds gehören, die mit ihrem Produktkauf die Markteinführung ermöglichen :)

Natürlich könnt ihr Nick auch gerne "unterstützen", indem ihr All You Seed auf Instagram oder Facebook folgt. Feel Free!

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