keep rolling.

Ich mag asiatisches Essen ja generell sehr gerne. Gestehe an dieser Stelle aber offen und ehrlich, dass ich nicht immer weiß was jetzt nun genau die Unterschiede zwischen thailändischen, vietnamesischen, chinesischen oder auch japanischem Essen sind. Ich weiß nur eins: das alles schmeckt verdammt lecker! Genau wie das folgende Rezept meiner Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterrollen.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich "Summerrolls" das erste Mal im (thailändischen?) Restaurant gegessen habe. Und was soll ich sagen? Es war Liebe auf den ersten Bissen! Der Geschmack dieser wundervollen Röllchen, der durch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Zutaten entsteht und abgerundet wird durch einen geschmacksintensiven Dip. Fabelhaft! Ich persönlich stippe sie ja am liebsten in einen leicht salzigen Erdnuss-Dip oder einen süß-säuerlichen Soja-Dip.

Prinzipiell habe ich das Gefühl, dass eingerolltes irgendwie immer etwas zauberhaftes an sich hat. Man weiß im ersten Moment nicht so was genau sich nun im Inneren befindet (ja, klar, außer es ist angeschnitten) und sowohl Geschmack als auch Konsistenz sind eine kleine Überraschung. Hier ist das ganze Spektakel noch ein wenig mystischer, da das Reispapier durch seine leichte Transparenz schon ein bisschen was erahnen lässt. Das gibt dir auch die Möglichkeit deine Gäste (oder auch einfach dich selbst, beim vernaschen mit hübsch "dekorierten" Rollen zu begeistern. Einfach den Koriander hübsch angeordnet als erstes auf das Reisblatt legen, dann den Rest obendrauf und et voilà: wir haben nicht nur einen bomben Geschmack, sondern auch eine Erlebnis fürs Auge. Und das isst ja schließlich immer mit. Ich möchte dich an dieser Stelle dazu einladen, mal darüber nachzudenken wie du dein Essen zubereitest, anrichtest und schließlich zu dir nimmst. Schnell? Hastig? Ohne Liebe? Blöd! Nimm dir doch Zeit für all das. Dein Körper und Geist werden es dir danken!

Zurück zum fröhlichen rollen deiner Rollen ;) Bevor ich dir die Zutaten, die ich verwendet habe, verrate, noch ein Tipp von mir:

Alles ist möglich! Alles ist erlaubt! Alles darf sein!

(Dieser Satz ist Frances und Lisa gewidmet - zwei meiner absoluten Lieblingsmenschen.) Du hast noch eine halbe Paprika im Kühlschrank? Rein damit! Du magst keinen Koriander? Lass ihn weg! Probier dich aus und hab Spaß dabei! Let’s do it!


Für die oben gezeigten (Sommer-)Rollen brauchst du:

  • 1 Möhre

  • 1/2 Gurke

  • 1 Bund frischer Koriander

  • 1/2 Packung Reispapier (Hier ist es wichtig das du große Platten verwendet. Die für die typischen Frühlingsrollen sind viel zu klein. Ich nehme immer diese)

  • 500 g Glasnudeln (ich bevorzuge diese)

  • 250 g Tofu

  • Salat (entweder Rucola, ein Salatherz oder irgendwelchen andern Blattsalat)

Für den süß-säuerlichen Soja-Dip brauchst du:

  • 2 EL Sojasose

  • 2 EL Agavendicksaft (oder Ahornsirup)

  • 1 El Balsamico Essig, hell

  • einen Schuss gutes Erdnußöl

  • etwas Wasser

Und so geht’s:

  1. Möhren schälen und in feine Stifte schneiden. Gurke halbieren, wässriges Kerngehäuse entfernen und ebenfalls in feine Stifte schneiden. Koriander verlesen und Stiele entfernen.

  2. Tofu in Streifen schneiden und nach Geschmack würzen. Ich verwende gerne das Tofu Gewürz von Just Spices. Etwas Öl in eine Pfanne geben und den Tofu bei mittlerer Hitze von allen Seiten knusprig anbraten. Wenn alle Seiten eine schön goldige Farbe bekommen haben, dann kannst du die Tofustreifen aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchentuch "abtropfen" lassen. So wird das überschüssige Öl entfernt und sie werden sogar noch etwas knuspriger.

  3. Die Reisnudeln nach Packungsanleitung zubereiten. Hier reicht es meist sie mit kochendem Wasser zu übergießen, 3-5 Minuten ziehen zu lassen und anschließend abzuschütten. Schrecke sie am besten auch mit kaltem Wasser ab - so kannst du sie direkt verarbeiten und sie kleben nicht allzu arg aneinander.

  4. Nun gehts ans fröhliche Rollen. Hierzu weichst du die Reisplatten kurz in etwas kaltem Wasser ein und belegst sie dann mit allen Zutaten. Achte hier unbedingt darauf sie nicht brachial vollzustopfen, denn der empfindliche Reisteig reißt schnell ein und aus fröhlichem Rollen wird ein wahres Desaster! Am besten legst du den Inhalt fast mittig auf die Platte, rollst dann von unten ein mal drüber, ziehst das Ganze etwas "straff", klappst dann die linke und rechte Seite ein und rollst alles bis zum Schluss auf. Klingt in der Theorie ziemlich kompliziert, ist aber in der Praxis recht simpel. Die Übung macht hier den Meister ;)

  5. Und das wars auch schon mit den Sommerrollen. Für den Dip rührst du einfach alle Zutaten kräftig zusammen und dann kann auch schon gespeist werden. Hau rein und lass es dir schmecken!

82 Ansichten

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

© 2018 by Katharina Welsch BA Innenarchitektur || Impressum

  • Black Instagram Icon
  • Black Pinterest Icon

kathakatinka - Ein veganer Food Blog aus Leipzig mit viel Herz und Bewusstsein für Natur & Umwelt.