purafruta.

Januar 2019

Ich wette, jeder hier war schon mindestens ein Mal in seinem Leben auf der Suche nach einer Alternative zum Schokoriegel für zwischendurch. Eine Alternative, die gesünder ist und im besten Falle vielleicht sogar noch für einen gewissen Zeitraum "satt" macht.

Das Internet, diverse Bio- und Supermärkte haben solche Alternativen tausendfach in ihren Regalen. "Zuckerfrei", "Vegan", "Glutenfrei", "Frei von Zusatzstoffen", und was da nicht sonst noch alles auf den Verpackungen steht. Es soll uns suggerieren, dass uns das, was wir essen, weder unserem Gewicht noch unserem Körper schadet. Im Gegenteil: Sie sollen uns sogar gesünder und fitter machen. Sie unterstützen uns dabei, den aktuell so gehypten "healthy lifestyle" in vollen Zügen zu genießen und dabei auf nichts verzichten zu müssen. Nun, in manchen dieser Riegel stecken mit Sicherheit auch die ein oder anderen Nährstoffe, Vitamine, Proteine und (aktuell ja besonders beliebt) Superfruits. Das möchte ich absolut nicht abstreiten. Auch will ich damit nicht sagen, dass diese kleinen Zwischenmahlzeiten durchweg schlecht sind, nein wirklich nicht. Ich greife auch des Öfteren zu diesen Leckerbissen. Wie viele von euch wissen habe ich ja eine besondere Schwäche für ClifBars ;) Jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass umso gesünder mir der Riegel im Regal angepriesen wird, umso "gesünder" schmeckt er auch. Damit will ich sagen, dass ich schon Dinge im Mund hatte, die wirklich alles andere als lecker waren und die ich trotz des Bedürfnisses keine Lebensmittel wegzuschmeißen, in der Tonne entsorgt habe. Einfach weil ich schon lange nichts mehr esse, was ich anschließend bereue. Und schon gar nichts, was mir einfach absolut nicht schmeckt. So. Um wieder zum eigentlichen Thema zurückzukehren. Was mir immer wieder auffällt, ist die Tatsache, dass trotz der zahlreichen "was-nicht-drin-ist"-Auflistungen in fetter großer Schrift auf der Vorderseite der Verpackung, die Inhaltsstoffe auf der Rückseite zum Teil ins Unermessliche steigen. Warum mir das auffällt? Na ja ich denke fast jeder Veganer oder vegetarisch lebende Mensch schaut auf die Zutatenliste und zum Anderen verfolge ich seit geraumer Zeit das Ziel nur verarbeitete Lebensmittel zu kaufen, die weniger als 5 Inhaltsstoffe haben. Gelingt oft erstaunlich gut. Wahrscheinlich auch weil ich sowieso eher selbst koche und backe als zum Fertigprodukt zu greifen. Aber gerade eben bei Snacks für zwischendurch greife ich gerne mal auf etwas aus dem Supermarktregal zurück. Hierbei fällt neben den ewig langen Zutatenlisten vor allem eins auf: diese Teile enthalten Unmengen an Zucker. Und das ist in den meisten Fällen nicht etwa gesunder Zucker in Form von Frucht- oder beispielsweise Kokosblütenzucker, sondern ganz klar der raffinierte, weiße Industriezucker, auf den ich in meiner Küche schon seit etlichen Jahren komplett verzichte. Alle diese Punkte erklären, warum ich mich über die Kooperationsanfrage, die vor einigen Tagen in meinem Instagram-Postfach landete, wirklich enorm gefreut habe. Die zauberhafte Bianca von Hiba – Natural Food, hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ihre Fruchtriegel zu testen und meinen Eindruck davon mit euch zu teilen. Die Tatsache, dass ich diesen Artikel geschrieben habe, verrät an dieser Stelle bereits, dass ich ihr Angebot angenommen habe.

Bevor ich aber jetzt mit dem eigentlichen Thema weiter mache, möchte ich gerne noch etwas persönliches loswerden: Wenn ich Anfragen für eine Kooperation bekomme, dann sage ich nicht sofort "Ja! Mach ich!", nur weil ich auf kostenlosen Kram aus bin, auch wenn das natürlich eine tolle Sache ist. Ich hinterfrage stets das Produkt und auch die Menschen, die es produzieren. Von Natur aus bin ich ein eher skeptischer Mensch. Es ist nicht leicht mein Vertrauen zu gewinnen und es ist auch nicht besonders einfach mich von etwas zu überzeugen - Ausnahmen bestätigen hier die Regel. Deshalb habe ich auch gegenüber Bianca meine "Bedenken" geäußert. Sie hat mir eine kleine Produktpräsentation und ein recht beeindruckendes Video (ich hatte etwas Gänsehaut bei all der gezeigten Fröhlichkeit) zugeschickt. Solche "Schönen, Heile Welt"- Bilder lassen bei mir erst einmal die Alarmglocken läuten. Bauern, die fröhlich in die Kamera strahlen, Mitarbeiterinnen in einer Fabrik, die bei ihrer Arbeit stets ein Lächeln auf den Lippen tragen und natürlich wunderschöne, beeindruckende Landschaften, die den Anbau der Früchte scheinbar zu einem Urlaub werden lassen. Überzeugen lasse ich mich davon allerdings nicht. Bianca hat mir daraufhin eine Video-Nachricht geschickt, in welcher sie meine Bedenken durchaus nachvollziehbar fand. Und hat mir deshalb alle meine Fragen offen und bis ins kleinste Detail beantwortet. Was mir dabei besonders aufgefallen ist? Biancas Liebe und Leidenschaft gegenüber ihrem Produkt und den Menschen, die hinter Hiba - Natural Foods stehen. Sie ist selbst nach Kolumbien gereist, wo die Früchte für die Riegel angebaut werden, um sich dort über die Umstände von Anbau und Produktion zu informieren. Produktion - ein guter Stichpunkt. Francisco, der Produzent von Purafruta, stellt ausschließlich ortsansässige Frauen ein (derzeit über 150) und garantiert deren faire Bezahlung. Was mir persönlich tatsächlich besonders wichtig ist. Bianca ist in meinen Augen eine Frau, die absolut hinter dem Produkt steht und sich auch nicht scheut Fragen zu beantworten, die vielleicht für den ein oder anderen Fruchtriegel-Produzenten unangenehm wären.

Doch nun genug zu Bianca und meinen anfänglichen Bedenken. Ich möchte euch jetzt gerne etwas über die eigentlichen Produkte erzählen, um die es heute gehen soll. Ab jetzt soll sich alles um einen Fruchtriegel drehen, der zu 100 % aus purer Frucht besteht. Wie dessen Name "Purafruta" vielleicht schon vermuten lässt. Das mag im ersten Moment nicht wirklich einzigartig klingen, ist es aber. Die Riegel, die es aktuell in 4 unterschiedlichen Geschmacksrichtungen zu kaufen gibt (zwei weitere werden in diesem Frühjahr auf den Markt kommen), bestehen in der Tat nur aus einer einzigen Zutat. Und das ist die pure Frucht. Nicht aus Püree oder Konzentraten, sondern eben zu 100 % aus der Frucht. Dafür ist viel Handarbeit nötig. Die Früchte haben ausreichend Zeit in der Sonne Kolumbiens zu Reifen und ihren vollen Geschmack zu entfalten. Anschließend liefern die Kleinbauern ihre Erne an Francisco, in dessen Fabrik die Früchte per Hand geschält, das Fruchtfleisch in dünne Scheiben geschnitten, schonend getrocknet und mit viel Liebe in die Purafrutaform gepresst werden. Die Früchte für die Purafruta Riegel sind außerdem allesamt biologisch hergestellt, allerdings sind die einzelnen Bauern zu klein um sich zertifizieren zu lassen, daher sind die Fruchtriegel „nur“ konventionell. Sie sind glutenfrei, vegan und kosher, enthalten keinerlei zusätzlichen Zucker und sind frei von jedweden Zusatzstoffen. Um mich selbst vom Geschmack der Riegel überzeugen zu können, hat mir Bianca die 4 Sorten zum Probieren geschickt. Und ja, ich habe auch alle Sorten schon verköstigt ;) Ich persönlich bin "natürliche" Geschmäcker und Konsistenzen gewohnt. Ich liebe auch getrocknetes, nicht geschwefeltes Obst. Deshalb waren die Riegel für mich auch nicht "ungewöhnlich". Damit will ich sagen, dass für den ein oder anderen, der die konventionellen Fruchtriegel aus dem Drogeriemarkt kennt, Geruch, Geschmack und auch Konsistenz eventuell gewöhnungsbedürftig sein könnten. Aber ich denke, das ist auch völlig normal, denn in unserem heutigen Alttag begegnen wir nur noch äußerst selten dem wirklich "puren Geschmack". Wir haben uns mit Weichmachern, Konservierungsstoffen, künstlichen Aromen, Geschmacksverstärkern und Unmengen an Zucker abgefunden und wissen deshalb de ursprünglichen Geschmack von Obst & Gemüse kaum noch zu würdigen. Doch in Purafruta ist nichts drin, was den Riegel weicher und geschmeidiger macht, nichts was ihn fancy schmecken lässt und auch nichts was den Geruch der Frucht überdeckt. Dieser kann nämlich tatsächlich etwas seltsam sein. Also meiner Meinung nach. Aber ich habe auch ein äußerst feines Näschen.

Auf der Zutatenliste der Rückseite steht auch tatsächlich nur ein einziges Wort. "Frucht". Und das in 3 unterschiedlichen Sprachen. Fabelhaft! Für diejenigen, die eine Abneigung gegenüber Fett haben (was ich im Übrigen nicht nachvollziehen kann) habe ich auch noch eine gute Nachricht: Die Riegel beinhalten 0g Fett. Dafür aber eine ordentliche Portion Zucker - natürlich nur den Fruchteigenen versteht sich. Und im Ernst: Weder Zucker noch Fett töten uns, wie es uns zahlreiche Magazine weiß machen wollen. In ursprünglicher und reiner Form sind beide für uns lebensnotwendig und unser Organismus dankt uns dafür. Natürlich alles in Maßen! Aber das brauche ich ja keinem von euch extra zu sagen ;) Zwei der Purafruta-Riegel, der Purafruta Fruchtmix und der Purafruta Ananas, sind sogar mit dem "Free from food award 2018" in der Kategorie "Food on the go" ausgezeichnet worden. Toll, oder?

Ich hoffe, ich habe euch an dieser Stelle ein bisschen Lust darauf gemacht, den ein oder anderen Fruchtriegel zu kosten, denn wie es mit Nahrungsmitteln immer ist, kann man darüber erzählen so viel man möchte: Am Ende entscheidet natürlich der persönliche Geschmack und den kann ich euch leider an dieser Stelle nicht auf die Zunge zaubern. Da hilft es nur, sich selbst davon zu überzeugen und vielleicht wart ihr gerade eh auf der Suche nach etwas Neuem. Neues Jahr, neues Glück heißt es ja so schön :) Ich verlinke euch am Ende des Beitrags Shops, bei denen ihr die Riegel kaufen könnt und freue mich natürlich über jede Rückmeldung, die ich von euch bekomme - egal ob ihr euch Hals über Kopf in die Riegel verliebt habt oder ob sie mal so gar nicht euren Geschmack getroffen haben. Immer her mit dem Feedback!

Jetzt wünsche ich euch noch einen wundervollen Sonntag und morgen dann einen guten & gesunden Start in die neue Woche!

Hier geht’s zum Instagram Profil von Hiba - Natural Foods

Hier kannst du die Riegel online kaufen

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